Hausaufgabenkonzept

Hausaufgaben-Konzept

„Hausaufgaben stellen eine sinnvolle Ergänzung des Lernens im Unterricht dar und dienen der individuellen Vorbereitung, Einübung und Vertiefung unterrichtlicher Inhalte. Dies setzt (….) voraus, dass Schülerinnen und Schüler die Aufgaben in quantitativer wie in qualitativer Hinsicht selbstständig, also insbesondere ohne häusliche Hilfestellung erledigen können.“

                                             (Bildungsplan Grundschule, Juli 2011 „Aufgabengebiete“, S.5)

 

Bedeutung und Ziele für den Unterricht und für den Nachmittag

Das vorliegende Konzept wurde im Rahmen der Vorgaben und Bedingungen für eine offene Ganztagsschule  – Ganztägige Betreuung und Bildung an Schulen (GBS) entwickelt. Erstellt wurde es von einer schulischen Arbeitsgruppe unter Einbeziehung von an der Schule tätigen Erziehern und Erzieherinnen.

Hausaufgaben sind ein wichtiger Bestandteil von Unterricht und Erziehung. Mit unserem Hausaufgabenkonzept möchten wir folgende Ziele erreichen:

Schülerinnen und Schüler, die an ihren Hausaufgaben arbeiten

  • trainieren selbstständiges, eigenverantwortliches Arbeiten,
  • wiederholen und festigen bekannte Unterrichtsinhalte,
  • üben Arbeitsroutinen ein.

 

Diese allgemeinen Zielsetzungen gelten für alle Schülerinnen und Schüler.

Rahmen

Zeit

In unserem pädagogischen Konzept „Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen GBS“, welches auch ein Teil unserer Ziel- und Leistungsvereinbarung für das Schuljahr 2011/12 war, legten wir fest, das für die Erledigung der Hausaufgaben täglich 30 Minuten für 1./2. Klasse bzw. 45/60 Minuten für 3./4. Klasse zur Verfügung stehen.

Bedingt durch die Essenszeiten fertigen die Erst- und Zweitklässler ihre Hausaufgaben von 14.00 Uhr bis 14.30 Uhr an, die Dritt- und Viertklässler von 13.30 Uhr bis 14.15/14.30 Uhr.

Dies gilt von Montag bis Donnerstag. Am Freitag können evtl. nachzuholende Hausaufgaben zu Hause beaufsichtigt werden. Dadurch bietet der Freitag mehr Raum und Zeit für Arbeits- und Freizeitangebote in der GBS.

 

Räumlichkeiten

Genutzt werden Klassenräume und alle Räume im GaBi-Haus. Unter Umständen können einzelne Kinder oder Gruppen auf einen benachbarten Klassenraum ausweichen.

Die Einteilung der Gruppen erfolgt einvernehmlich, in Einzelfällen auch in Absprache mit den Lehrkräften.

 

Betreuung

Unterstützt werden die Schülerinnen und Schüler durch ihre Gruppenerzieherin und eine weitere in der Regel in der Gruppe eingesetzte Betreuungsperson. Alle Kinder bemühen sich  in Zusammenarbeit mit den Betreuungskräften eine angenehme, störungsfreie Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

 

Regelungen

  • Montag bis Donnerstag erhalten die Kinder Hausaufgaben.
  • Alle Eltern haben – nach Absprache mit den Lehrern- Gelegenheit, die Unterrichtsmaterialien einzusehen und an den Lernfortschritten ihrer Kinder teilzuhaben.
  • Der Umfang der erledigten Hausaufgaben wird markiert, das Datum notiert, und eine Abschlussmarkierung sollte gesetzt werden. Die Lehrkräfte und die Gruppenleitungen sprechen ein Zeichen ab.
  • Lehrkräfte und  Erzieher tauschen sich in regelmäßigen Abständen  in der letzten halben Stunde des Unterrichts aus, wobei besonderer Augenmerk auf die Hausaufgaben gelegt werden sollte.
  • Das Mitteilungsheft und die Postmappe können für Rückmeldungen genutzt werden.
  • Regeln und Rituale aus dem Unterricht werden auf den Nachmittag übertragen, z.B. der „Leisefuchs“, Melden bei Unklarheiten….
  • Nimmt ein Kind an der Lernförderung nach §45 teil, muss es an diesem Tag keine Hausaufgaben erledigen. Diese sollen am Wochenende oder im Laufe der Woche nachgeholt werden.
  • Nehmen die Kinder verschiedene Kursangebote wahr, wird versucht im gegebenen Rahmen die Hausaufgaben zu bearbeiten. Sollte dies zeitlich nicht gelingen, müssen die restlichen Aufgaben zu Hause bearbeitet werden.
  • Die Kontrolle der Hausaufgaben beschränkt sich auf Stichproben. Dabei ist das Kind auf Fehler hinzuweisen, damit es diese verbessern kann und sich die Fehler nicht als richtig einprägen. Eine „Korrektur“ der Fehler durch den Betreuer erfolgt nicht.
  • Sobald mindestens 5 Kinder die Hausarbeiten beendet haben, können diese mit einem der Betreuer den Raum verlassen.

 

Inhalte und Form

Die Lehrkräfte entscheiden über die Art der Hausaufgaben. Sie sind auch für die Kontrolle und Würdigung der geleisteten Arbeit zuständig.

Jedes Kind der ersten und zweiten Klasse muss die Möglichkeit haben, täglich 30 Minuten konzentriert und sinnvoll zu arbeiten, für die Dritt- und Viertklässler gilt die 45/60 Minuten Regelung.

 

Deshalb empfiehlt die Lehrerkonferenz, folgende Form einzuhalten:

Die Lehrkräfte sorgen dafür, dass es außer den täglich gestellten Hausaufgaben Zusatzangebote gibt, an denen die Schülerinnen und Schüler  bei Bedarf arbeiten können. Entsprechende Angebote sollten im Jahrgang abgesprochen sein.

  • Spezielle Hausaufgaben – wie z.B. Kopfrechenübungen, das Auswendiglernen von Einmaleinsreihen, Vokabelübungen und Leseübungen sind in der Regel am besten zu Hause zu erledigen und obliegen der Aufsichtspflicht der Eltern.
  • In der Regel sollte an den Wochenplänen- bzw. Arbeitsplänen gearbeitet werden.
  • Die Eltern kontrollieren die getätigten Hausaufgaben ihrer Kinder zu Hause und lassen diese evtl. noch vervollständigen.

 

Gerne können Sie hier unser Hausaufgabenkonzept als PDF ansehen/herunterladen.